Die Erlebniswoche dauerte von Montag, 17., bis Freitag, 21. August. Eingeladen waren Seniorinnen und Senioren, die gerne etwas in Gemeinschaft unternehmen. Mit zwei Kleinbussen und einem Personenwagen fuhren 21 Teilnehmende und drei Begleitpersonen nach Lenk im Simmental. Wir wohnten im Viersternhotel Simmenhof, das mit Innen- und Aussenbad und schönen Zimmern gute Voraussetzungen für eine erholsame Woche bot.
Die Tage waren abwechslungsreich gestaltet: Frühstück, Morgenandacht, gemeinsame Ausflüge, Mittagessen, weitere Aktivitäten und gemütliches Beisammensein am Abend. Die Erlebniswoche wurde ihrem Namen mehr als gerecht. Besonders schön waren die Gemeinschaft, das gute Essen und natürlich die beeindruckende Natur.

Die Morgenandachten von Remo Schweizer waren ein guter Start in den Tag. Mit viel Engagement und interessanten Gedanken stimmte er uns jeweils auf den bevorstehenden Tag ein.
Am Dienstag fuhren wir zum Lauenensee, einem natürlichen See auf 1379 m ü. M. Einige spazierten um den See, andere liessen im gut geführten Restaurant die Seele baumeln. Durch das Lied «Louenesee» von Georges «Schöre» Müller, Sänger und Gitarrist der Schweizer Mundart-Rockband SPAN, ist der Lauenensee auch musikalisch bekannt geworden. Auf dem Heimweg besuchten wir noch den Nobelort Gstaad. Ein kleiner Einkauf sorgte dabei für einen besonderen Lacher: Der Schreibende kaufte in einer Drogerie ein Nivea-Deoroller für Fr. 6.70 – statt der üblichen Fr. 2.80 im Handel.
Am Mittwoch hörten wir einen spannenden Vortrag von Hansueli Hählen über «Lenk einst und heute». In seinem einheimischen Dialekt erzählte er über die Simmentaler Bauernhäuser, die Bergbahnen und die Eisenbahngeschichte der Region. Anschliessend besuchten wir den eindrücklichen Simmenfall. Mehr als hundert Meter stürzt das Wasser über mehrere Kaskaden in die Tiefe. Eine unglaubliche Kraft, die da spürbar wird. Am Nachmittag ging es für einen Teil der Gruppe weiter auf die Iffigenalp – ein lohnender Abstecher.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Berge. Mit der Gondelbahn fuhren wir auf den Metschstand auf 2100 m ü. M. und später teilweise noch auf das Leiterli. Die Aussicht und die Ruhe in den Bergen waren für viele ein besonderes Erlebnis. Wer Zeit in dieser Landschaft verbringt, spürt, wie klein wir Menschen im Vergleich zu dieser grossartigen Natur sind. Wenn man Zeit auf den Alpen verbringt, findet man tiefen Frieden. Demut kam auf und sie sind wie eine Art aktive Meditation.
Am Freitag machten wir uns bei Regenwetter über den Sustenpass auf den Heimweg. Beim Mittagessen im Berghotel & Restaurant Steingletscher liessen wir die erlebnisreiche Woche nochmals Revue passieren.
Ein grosses Dankeschön und Lob verdienen Remo Schweizer, Ursula Stäheli und Andreas Meyer für die hervorragende Organisation und die engagierte Begleitung. Es war eine rundum schöne und erlebnisreiche Woche – einfach super!
Ernst Roth-Marti
